Stadt Hockenheim, NBS 4080

Projektbezeichnung: Stadt Hockenheim, NBS 4080
Bundesland: Baden-Württemberg
Kategorie: Schiene
Zeitraum: 2011 - 2015 (abgeschlossen)

Projektdossier: NBS-4080-Dossier.pdf
Karten + Info:   Infomaterial-NBS-4080.pdf

Kurzbeschreibung:

Im Bahnhof Hockenheim sollen die Strecken 4020 Mannheim – Rastatt und die zur verkehrlichen Entlastung geplante Neubaustrecke (NBS) 4080
Mannheim – Stuttgart miteinander verknüpft werden.

Anders als die DB-Netz AG, konnte RegioConsult eine deutlich höhere Auslastung der Bestands- und Neubaustrecke im Planfall feststellen. Dabei käme es zu einer grenzwertüberschreitenden Schallbelastung für die Anwohner der Stadt Hockenheim, dieser Umstand könnte mit einer alternativen Strecken-Variante sowie zusätzlichen Schutz-Maßnahmen vermieden werden.

Aufgabenstellung:

2011:
Stellungnahme zur Überprüfung der Streckenauslastung und Kapazität der Rheintalbahn (RTB) und der Neubaustrecke (NBS) am Bahnhof inkl. Präsentation der Ergebnisse im Auftrag der Stadt Hockenheim. Ziel der Stellungnahme: die Aussagen zur Frage der Belastung der Strecke auf Basis des heutigen baulichen Zustandes sowie die in der schalltechnischen Untersuchung verwendeten Prognose-Lastfälle 2015 und 2025 zu prüfen.

2015:
Stellungnahme zur Vorbereitung des Erörterungstermins zum Thema „Strecken 4020 Mannheim – Rastatt / 4080 Mannheim – Stuttgart, Bereich Stadt Hockenheim, Planfeststellungsverfahren Anpassung Schallschutz Hockenheim“.

Die „Korridorstudie Mittelrhein“ hatte Fragen aufgeworfen, da nach den Studien-Ergebnissen auf der Strecke 4020 Mannheim – Rastatt / 4080 Mannheim – Stuttgart, Bereich Stadt Hockenheim, künftig mehr Güterverkehr zu erwarten ist als von der DB Netz AG derzeit angegeben.

Ergebnis:

Zwischenergebnis 2015

Der Planfeststellung liegt keine projektbezogene Prognose zugrunde, die dem Stand der Technik entspricht. Es ist weder nachvollziehbar, wie die Gesamtzahl der Züge auf den Gleisen noch deren Verteilung auf die einzelnen Gleise ermittelt wurde.

Für den Planfall 2015 ermittelt die Mittelrheinstudie ein Aufkommen von 370 Güterzüge/24h (beide Strecken zusammen), das sind 67 Güterzüge/24h mehr als im Planfall der Deutschen Bahn. Dies legt nahe, dass die Aussagen von DB Netze zur Auslastung und Kapazität der Strecke falsch sind und eine deutliche größere Verkehrsmenge abgewickelt werden kann.

Die Antrags-Variante der DB Netz AG V07 überschreitet nachts fast überall entlang der Strecke den Schallschutzgrenzwert für reine Wohngebiete von 49 dB(A) und großflächig den Grenzwert für Mischgebiete von 54 dB(A). Von allen Schallschutz-Varianten versprechen nur die Varianten V10-V12 eine spürbare Pegelminderung von über 3 dB(A). Der effektivste Lärmschutz ist dabei von der kostenintensiveren Variante V12 (Erhöhung des BüG + Schallschutzwand-Erhöhung (SSW-Erhöhung)) zu erwarten.


Zwischenergebnis 2020

Der Planfeststellungsbeschluss für die NBS 4080 konnte bisher noch nicht erfolgen, die Deutsche Bahn favorisiert nach wie vor Variante V07. Auch das Regierungspräsidium Karlsruhe stellte sich beim Erörterungstermin 2015 hinter die Variante V12.

Der Lärmaktionsplan für den Schienenlärm an den Bestandstrecken der Deutschen Bahn wird momentan durch das Eisenbahnbundesamt bearbeitet.
Die Stadtverwaltung Hockenheim fordert die Aufnahme der Planungsvariante V12 in den Aktionsplan.

Kooperationen: //

Auftraggeber:

Stadt Hockenheim in Kooperation mit Frau Rechtsanwältin Friedrich und der Kanzlei Friedrich Bannasch