Projektbezeichnung: Neubau der BAB A44 Kassel - Herleshausen
Kategorie: Straßee
Bundesland: Hessen
Zeitraum: 2013 - heute (2026)
Aufgabenstellung:
Im Zuge der Planfeststellung fertigte RegioConsult sieben Gutachten zu den Themen Variantenentwicklung, Wassertechnik (Tiefbrunnen), Wasserrahmenrichtlinie (WRRL), Entwässerung (mit dem Wasserverband Losse), Lärmtechnik und Luftschafstoffe, UVP-Bericht, Maßnahmenkonzept, FFH-Vorprüfung, LBP und Artenschutz an. Diese wurden als Teil der Einwendung der Gemeinde dem RP eingereicht. Zudem wurde in zwei Online-Beratungen den Bürgern Hilfestellungen zur Erarbeitung ihrer Einwendungen angeboten.
Ergebnis:
Als zentraler Kritik an der Planung ist der Umgang mit dem Tiefbrunnen Kohlenstraße zu nennen, welcher essentiell für die Trinkwasserversorgung der Gemeinde ist und während der Bauphase stillgelegt werden soll. Dabei bleiben Fragen der Ersatzwasserbeschaffung sowie die Frage, was passiert, wenn der Brunnen nicht wieder angefahren werde kann, offen.
Als Ergebnis der Überprüfung des Fachbeitrags WRRL wurde festgehalten, dass dieser nicht dem Stand der Technik entspricht. Die Hochwassersituation am geplanten AD Lossetal zeigt, dass die gewählte Trassierung die Hochwassergefahrenkarte des RP Kassel von 2010 nicht berücksichtigt hat und eine Trassierung im HQ-100-Gebiet plant.
Zu den Forderungen der Gemeinde beim Thema Lärmschutz gehört die Aufrechterhaltung des LKW-Durchfahrtsverbots auf der B7 bis zur Fertigstellung des Autobahnabschnitts VKE 11, sowie die Berücksichtigung der Siedlungserweiterungsflächen der Gemeinde.
Aktuell plant die Autobahn GmbH wegen der Planungskonflikte mit dem Tiefbrunnen Kohlenstraße und der Anschneidung des Stiftswaldes die Ausbautrasse, um einen neuen Alternativenvergleich durchführen zu können. Dies ist das Ergebnis der fachlichen Stellungnahme von 7/2021 RegioConsult im PFV, dass seit 2020 läuft.
Kooperationen:
Runder Tisch A44 VKE 11, Wasserverband Losse
Auftraggeber:
Gemeinde Kaufungen, Wasserverband Losse
